Rudolf Koppitz, Handstudie Hedy Pfundmayr, um 1930, nach dem Negativ

Tanz der Hände: Tilly Losch und Hedy Pfundmayr in Fotografien 1920–1935

Eröffnung: 21.01.2014 20:00h

Ausstellungsdauer: 21.01.2014 – 23.05.2014

Dauer: 21.01.2014- 23.05.2014

Man sah vom Scheinwerfer beleuchtet nur zwei blasse schmale Hände, die für sich allein zu leben schienen, die ein Spiel aufführten, darin Verrücktheit und Andacht, geheimnisvolle Laster und schmerzliche Sehnsucht sich atemberaubend mengten.
Felix Salten

Im Jahr 1927 entwickelten die beiden Ballerinen der Wiener Staatsoper Tilly Losch und Hedy Pfundmayr Tänze, bei denen sie den Fokus auf die Hände legten. Für beide sollten jene Choreografien, von denen sich Felix Salten im eingangs erwähnten Zitat so begeistert zeigte, in den folgenden Jahren zu einer Art Markenzeichen werden. Sie inspirierten zahlreiche namhafte Fotografinnen und Fotografen und wurden gleichermaßen von ihnen inspiriert (u.a. Trude Fleischmann, E.O. Hoppé, Dora Kallmus, Rudolf Koppitz).

Die gezeigten Arbeiten stammen unter anderem aus dem Foto-Nachlass von Hedy Pfundmayr, dem Theatermuseum Wien, dem Archiv Setzer-Tschiedel/IMAGNO und dem Harry Ransom Center (The University of Texas at Austin).

Die gleichnamige, interdisziplinäre Publikation, die zur Ausstellung erscheint, beleuchtet die Konzentration auf Hände als vielfältiges Netz von Verweisen und Anknüpfungspunkten in der Wiener Kunst-, Tanz- und Lesbenszene der 1920er Jahre.

Kuratiert von Monika Faber und Magdalena Vukovic, unter Mitarbeit von Andrea Amort und Ines Rieder.


Photoinstitut Bonartes, Seilerstätte 22, 1010 Wien
Die Besichtigung ist jederzeit gegen Voranmeldung (T +43-1-2360293-40 oder info@bonartes.org) möglich.

Im Rahmen der Ausstellung fand eine Vortragsreihe statt mit Beiträgen von Andrea Amort, Martin Pfitscher, Ines Rieder, Timm Starl und Magdalena Vukovic.

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