Orientalische Phantasien

Eröffnung: 24.10.2012 20:00h

Ausstellungsdauer: 25.10.2012 – 08.03.2013

Dauer: 25.10.2012- 08.03.2013

1875/76 reiste eine Gruppe von Malern und Zeichnern nach Ägypten: Adolf Gnauth, Carl Rudolf Huber, Franz Lenbach, Hans Makart und Leopold Carl Müller. Sie waren in Begleitung des Kunstsammlers Karl Graf Lanckorónski und des Ägyptologen Georg Ebers. Die Gruppe bezog ein weiträumiges, aber ruinöses Gebäude, den Mussafir Chan, dessen malerisches Ambiente sich als Hintergrund für das aufblühende Bohemienleben wunderbar eignete und die mitgebrachten Wunschvorstellungen vom so ganz anderen Orient in Erfüllung gehen ließ. Ein Zeitungskommentar in der Heimat berichtete: „Die Künstler pflegten den Mussafir Chan das Narrenhaus zu nennen, und närrisch genug ging es darin zu … Die photographische Maschine wurde fortwährend gebraucht.“ Die Maler inszenierten sich selbst oder einheimische Frauen in ungewöhnlichen Posen, machten aber auch Momentaufnahmen des Alltags in Ägypten, die ihnen später als Vorlagen dienten.

Die gezeigten Bilder stammen aus dem Nachlass von Carl Rudolf Huber und werden ihm zugeschrieben. Allerdings hatten auch Müller und Lenbach Kameras im Gepäck.

Begleitend werden ethnografische Fotografien aus der Sammlung der Österreichischen Geographischen Gesellschaft gezeigt.

Die Ausstellung ist bis 8. März 2013 verlängert.

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