Heinrich Kühns edle Papiere

Eröffnung: 21.06.2013 20:00h

Ausstellungsdauer: 24.06.2013 – 20.09.2013

Dauer: 24.06.2013- 20.09.2013

Die Kunstfotografie im Wien der Jahrhundertwende zeichnete sich – ebenso wie die Produkte der Wiener Werkstätte – durch edle Materialien, raffinierte, innovative Verarbeitung und unverwechselbare Einzelstücke aus.
Die Protagonisten der Szene, Heinrich Kühn, Hugo Henneberg und Hans Watzek setzten raue, strukturierte, durchscheinende oder seidig-schimmernde Oberflächen unterschiedlichster Papiere ein, um ihren Fotografien zu neuen grafischen Effekten zu verhelfen.

Die Nachkommen Heinrich Kühns haben dessen einzigartige Sammlung von Spezialpapieren dem Photoinstitut Bonartes anvertraut, um damit ein internationales Forschungsprojekt zu den Drucktechniken der Kunstfotografen um 1900 zu ermöglichen. Die zahlreichen, kostbaren Papiere werden immer noch in jenem Kasten aufbewahrt, den Kühn um 1906 eigens für diesen Zweck im Stil der Wiener Werkstätte entwarf, als er sein Jugendstil-Haus in Innsbruck bezog.

Gezeigt werden Papierproben und Fotografien aus Kühns Sammlung, die den experimentellen Charakter der „Edeldrucke“ veranschaulichen. Kühns Fotografien wirken oft wie flüchtige impressionistische Skizzen, sind aber das Produkt unablässiger Versuchsreihen, in denen die Eigenschaften und Manipulationsmöglichkeiten der Japanpapiere, Zeichenkartons oder handgeschöpfter Bütten getestet und von ihm selbst mit Kommentaren versehen wurden.

Im Rahmen der Ausstellung wird es drei verschiedenen Abenden jeweils Vorträge zu Papier und Edeldrucktechniken geben. Vortragende sind Monika Faber, Andreas Gruber und Mila Moschik.

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