Geografische Blicke in fotografischen Nebel. Hans Meyers Fotografien der ecuadorianischen Anden

08.10.2019 18:00h

Dauer: 08.10.2019

Vortrag von Hannes Wietschel (Folkwang Universität Essen)

Der Geograf Hans Meyer hatte Bedenken, als er am 14. Juli 1903 auf dem Kraterrand des Cotopaxi stand. Nachdem über neuneinhalb Stunden den Vulkan erklommen hatte, beschrieb Meyer eilig, was er mit eigenen Augen sehen konnte. Am Schluss seiner Schilderung der Schnee- und Eisoberflächen notiert er dann: „Hoffentlich sind die davon gemachten Photographien gelungen.“

Im Archiv für Geografie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig befinden sich zahlreiche Fotografien, die nicht ohne Weiteres zeigten, was die Geografen während ihrer Reisen gesehen hatten. Der Vortrag weist am Nachlass von Hans Meyer beispielhaft daraufhin, dass die Etablierung von Fotografien im geografischen Forschen auch am Ende des 19. Jahrhunderts noch ein ambivalenter Prozess voller Störungen und Kompensationen gewesen ist.

 

Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellung mit weiteren Vorträgen von Petra Svatek (Österreichische Akademie der Wissenschaften) sowie einer Dialogführung mit Andrea Fischer (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Magdalena Vuković (Photoinstitut Bonartes).

 

Aufgrund der beschränkten Plätze bitten wir um Voranmeldung: T. +43-1/236 02 93-40 oder info@bonartes.org. Die Besichtigung der Ausstellung ist jederzeit gegen Voranmeldung möglich, Führungen nach Vereinbarung.

 

Photoinstitut Bonartes, Seilerstätte 22, A-1010 Wien, www.bonartes.org

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