Emil Wrbata, „Nischenkammer zu Röschitz“, 1896–1898, Heliogravüre (1903), Albertina, Wien/Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Wien

Blitzlicht in der Unterwelt. Emil Wrbata fotografiert Erdställe und Tatorte, 1895–1930

Eröffnung: 21.08.2020 16:00h

Ausstellungsdauer: 21.08.2020 – 27.11.2020

Dauer: 21.08.2020- 27.11.2020

In den 1890er-Jahren erforschte der Göttweiger Pater Lambert Karner im Mittelalter gegrabene Höhlen von Niederösterreich bis ins südliche Bayern. Emil Wrbata, ein Absolvent der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt (Wien), begleitete ihn mit der Kamera und modernster Blitzlichtausrüstung in die dunklen, extrem engen Gänge dieser „Erdställe“. Vorträge mit Diaprojektionen „in Originalgröße“ versetzten ein breites Publikum in Staunen, ein Prachtband mit den Fotografien und wissenschaftlichem Text richtete sich an die Fachwelt und gab Anstoß zur weiteren Beschäftigung mit dem bis heute ungelüfteten Geheimnis um die Erdställe. Seine Erfahrungen mit dem Einsatz künstlichen Lichts in schwierigen Situationen prädestinierten Wrbata geradezu, an Tatorten von Verbrechen zu fotografieren: Er wurde erster Leiter des 1898 gegründeten Fotoateliers der Wiener Polizeidirektion.

Kuratorin der Ausstellung: Hanna Schneck

 

AUSSTELLUNGSMATERIALIEN: Hier finden Sie Materialien zur Ausstellung und zur Begleitpublikation:

– Kurzführung der Kuratorin Hanna Schneck (Video) (demnächst)
– Ausstellungsansichten von Christian Wachter (demnächst)
– ausgewählte Bilder (Pdf) (demnächst)
– Handout (demnächst)
– L. Karner: „Künstliche Höhlen aus alter Zeit“ (1903) (Pdf) (demnächst)
Postkarte

 

PUBLIKATION: Zur Ausstellung erscheint eine Publikation:

Hanna Schneck (Hg.): Blitzlicht in der Unterwelt. Emil Wrbata fotografiert Erdställe und Tatorte, 1895–1930 (= Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Band 20), mit Beiträgen von Otto Cichocki, Monika Faber, Hanna Schneck, Josef Weichenberger und Emil Wrbata, Salzburg: Fotohof edition, 2020, 168 Seiten mit 123 Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß [Leseprobe]

 

BEGLEITPROGRAMM: Corona-bedingt entfällt das komplette Rahmenprogramm zur Ausstellung.
Die Besichtigung der Ausstellung ist jederzeit gegen Voranmeldung (T. +43-1/236 02 93-40 oder info@bonartes.org) möglich, Führungen in Kleinstgruppe nach Vereinbarung.

ERÖFFNUNG: Diesmal aufgeteilt auf 2 Tage:
Freitag 21. August 16–20 Uhr und
Samstag 22. August 14–18 Uhr

 

Photoinstitut Bonartes, Seilerstätte 22, A-1010 Wien
www.bonartes.org

Zurück