Anonym, Schüler auf dem Dach der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, vor 1913

Josef Maria Eder und die Fotografie als Schuldisziplin

Eröffnung: 09.05.2012 19:30h

Ausstellungsdauer: 14.05.2012 – 18.07.2012

Dauer: 14.05.2012- 18.07.2012

Zu dem zweitägigen Workshop „Josef Maria Eder und die Fotografie als Schuldisziplin“, unter der Leitung von Maren Gröning und Ulrike Matzer wird am Vorabend die gleichnamige Ausstellung eröffnet.
Für den bedeutenden Fotochemiker und -historiker Josef Maria Eder (1855–1944) war die in den 1880er-Jahren beinahe explosionsartig steigende Popularität von Fotografien, fotografisch basierten Reproduktions- und Druckverfahren sowie bereits der beginnenden Filmtechnik vor allem ein Motiv, sie auf ihre intellektuelle Aussage hin abzutasten. Sein Artikel „Die Photographie als Schuldisziplin“ kann als Schlüsseldokument für sein dauerndes Bemühen gelten, die spontanen Wirkungen des Mediums didaktisch aufzubereiten und dadurch auf möglichst breiter Ebene verständlich und nachvollziehbar zu machen.
Überraschend früh gelang es ihm, in Wien eine staatliche „Graphische Lehr- und Versuchsanstalt“ (GLV) aufzubauen, die ob ihrer enzyklopädischen Ausrichtung bald die Aufmerksamkeit vieler internationaler Experten auf sich zog. Als vom Konzept der Polytechnika des frühen 19. Jahrhunderts abgeleitete „berufsbildende höhere Schule“ hat die GLV traditionell intensive Beziehungen zu den „realistischen“ Natur- und Wirtschaftswissenschaften, bietet sich aber immer auch zur allgemeinen Fortbildung und zum Kunststudium an.

 

PUBLIKATION: Als Ergebnis des Workshops erschien 2015 eine englischsprachige Publikation:

Maren Gröning (ed.), in cooperation with Ulrike Matzer: Photography as a Schooling Issue. Contributions to a History of Photography in Austria, Salzburg, Fotohof edition, 2015, 270 pages, 104 b/w and color plates [Leseprobe]

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