Marianne Strobl, "Industrie-Photograph", 1894-1914.

Eröffnung: 19.10.2017 19:00h

Ausstellungsdauer: 20.10.2017 - 26.01.2018

Dauer: 20.10.2017- 26.01.2018

Marianne Strobl stieg für ihre Auftraggeber in die Kanalisation, kroch in die Ötscherhöhlen und begleitete mit ihrer Kamera über Jahre die Errichtung des Gaswerks Wien-Leopoldau. Sie schuf vielteilige Porträts der Wäschefirma E. Braun und des Nobelhotels Meißl & Schadn. Ihre Beschlagenheit in der »Blitzlicht-Photographie« kam ihr zugute, um Neubauten wie eine mit historistischem Pomp ausstaffierte Semmeringvilla, ein Männerwohnheim oder eine Triester Nervenklinik zu dokumentieren. Strobls Spezialisierung auf Industriefotografie war eine sinnvolle Strategie, um auf dem extrem heftig umkämpften Wiener Markt um 1900 bestehen zu können. Diese selbstbewusste Fotografin, die sich nicht wie viele ihrer BerufskollegInnen im Atelier ›versteckte‹, gilt es wiederzuentdecken.

 

Kuratorin der Ausstellung: Ulrike Matzer

Photoinstitut Bonartes, Seilerstätte 22, A-1010 Wien, www.bonartes.org

Die Besichtigung ist jederzeit gegen Voranmeldung möglich: T. +43 (0) 1 236 02 93-40 oder info@bonartes.org

 

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation:

Ulrike Matzer (Hg.): Marianne Strobl, »Industrie-Photograph«, 1894–1914 (= Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Bd. 15), mit Beiträgen von Ulrike Matzer, Andreas Nierhaus und Hanna Schneck, Salzburg: Fotohof edition, 2017, 156 Seiten mit 136 Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß

Das Vortragsprogramm im Rahmen der Ausstellung:

Dienstag, 7. November 2017, 18 Uhr
Ulrike Matzer: Küche, Gaswerk, Ötscherhöhle – zu Marianne Strobls fotografischer Arbeit

Dienstag, 14. November 2017, 18 Uhr
Andreas Nierhaus: Großstadt-Hygiene

Dienstag, 12. Dezember 2017, 18 Uhr
Hanna Schneck: Gemeindepolitische Selbstinszenierung im Bildband

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